Home! Sweet Home!

#TGIFMein Experiment “Home Office / Externes Office” ist seit gestern beendet. Oder sagen wir: auf unbestimmte Zeit unterbrochen. Nicht gescheitert, nur unterbrochen. Aber von vorn.

Anfang diesen Jahres suchte ich nach einem externen Büro. Grund: seit der Geburt unserer Tochter im September letzten Jahres wurde die Ablenkung im heimischen Büro immer größer und die Geräuschkulisse immer lauter. Außerdem hielt ich es für eine gute Idee, auch während der Arbeit mal wieder unter Leute zu kommen und “echte Kollegen” zu haben. Immer nur über das Internet oder per Telefon mit Leuten in Kontakt zu sein, ist eben nicht das gleiche, wie richtige Kollegen – oder besser: BüropartnerInnen – zu haben, mit denen man mal quatschen oder Mittagessen gehen kann. Die letzten 4 Jahre hatte ich größtenteils allein zu Hause im Büro gearbeitet.

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Nieder mit der Prokrastination!

Verdammt! Ausgerechnet heute thematisiert Sascha Lobo die chronische Aufschieberei in seinem Artikel Die Prokrastinationsmaschine bei Spiegel Online. Gerade erst heute morgen habe ich beim Blick auf den Kalender und die To-Do-Liste wieder über das Thema nachgedacht, natürlich ohne zu einem brauchbaren Ergebnis zu kommen. Ergebnis im Sinne von: wie werde ich es in Zukunft besser machen? Die guten Vorsätze, Aufgaben in Zukunft schneller und innerhalb der geplanten Zeit zu erledigen, halten meist nicht lange. Also ungefähr bis zum nächsten Klick, hinter dem Twitter, der RSS-Reader oder irgendeine andere Ablenkung warten. In Saschas Artikel heißt es unter anderem:

Leiden unter Prokrastination ist oft ein Stellvertreterleiden, weil man unter einem Job leidet, dem man eigentlich gern ausweichen würde.

Dieser Behauptung kann ich teilweise zustimmen. Insgesamt macht mir mein Job als Webdesigner riesigen Spaß aber es gibt nicht selten Aufgaben, die ich weniger gern erledige und vor mir her schiebe. Und irgendwie schieben diese unangenehmen Aufgaben aber alle anderen (auch angenehmen) Aufgaben mit. Denn die unangenehmen sind oft mit einer höheren Priorität behaftet und müssen daher natürlich zuerst erledigt werden. Dabei wäre es doch eigentlich sinnvoll, schnell die unangenehmen Arbeiten zu erledigen um dann mehr Zeit und weniger Druck für die angenehmeren zu haben. Wenn es nur so einfach wäre!

So, und dieser Artikel war nun auch schon wieder eine willkommene Ablenkung. Deshalb beende ich ihn nun schnell und widme mich wieder meinen Aufgaben. Muss nur noch schnell ein paar Mails beantworten, die Timeline checken und den RSS-Reader leer lesen …

Home Office

Im Artikel Produktivität im Home Office gibt Corinne Dubacher 10 Tipps, wie man im Home Office produktiv arbeiten kann. Besonders wichtig finde ich Tipp Nr. 6:

6. Hochphasen nutzen

Morgen- oder Nachtmensch? Jeder Mensch hat unterschiedliche Leistungsphasen. Die einen sind schon frühmorgens fit, die anderen arbeiten lieber in der Nacht. Der Stoffwechsel, die Organtätigkeit, die Konzentrationsfähigkeit – alles schwankt innerhalb eines Tages erheblich. Wer seinen eigenen Typ kennt, kann seine Leistung, Kreativität und Produktivität deutlich verbessern. Da bringt ein Heimbüro einen grossen Vorteil, man kann seine Arbeit weitgehend selber einteilen. Und sollte dies auch nutzen: Schwierige Aufgaben erledigt man in den Hochphasen, die lästigen Aufgaben in den Durchhängerphasen.

Ich habe auch bestimmte Tätigkeiten, die ich lieber abends oder nachts durchführe. Wenn ich z. B. an einem WordPress-Theme arbeite oder andere Code-Arbeiten verrichte, möchte ich mehrere Stunden ungestört sein. Und das funktioniert am Besten abends ab 21 Uhr. Dann sind alle häuslichen Pflichten erfüllt, es kommen keine Mails, Chats und Telefonate mehr rein und auch der Straßenlärm ist auch nicht mehr so störend. Am Anfang meiner Selbständigkeit habe ich versucht, gegen diese Arbeitsweise anzukämpfen und alle Arbeiten zu „normalen“ Arbeitszeiten zu verrichten. Mittlerweile komme ich aber gut damit zurecht und finde trotzdem noch genügend Zeit für meine Familie und meine Freunde.