Home! Sweet Home!

#TGIFMein Experiment “Home Office / Externes Office” ist seit gestern beendet. Oder sagen wir: auf unbestimmte Zeit unterbrochen. Nicht gescheitert, nur unterbrochen. Aber von vorn.

Anfang diesen Jahres suchte ich nach einem externen Büro. Grund: seit der Geburt unserer Tochter im September letzten Jahres wurde die Ablenkung im heimischen Büro immer größer und die Geräuschkulisse immer lauter. Außerdem hielt ich es für eine gute Idee, auch während der Arbeit mal wieder unter Leute zu kommen und “echte Kollegen” zu haben. Immer nur über das Internet oder per Telefon mit Leuten in Kontakt zu sein, ist eben nicht das gleiche, wie richtige Kollegen – oder besser: BüropartnerInnen – zu haben, mit denen man mal quatschen oder Mittagessen gehen kann. Die letzten 4 Jahre hatte ich größtenteils allein zu Hause im Büro gearbeitet.

Im Februar fand ich also ein Angebot einer Corporate Design Agentur für einen Arbeitsplatz in ihrem Büro, als Untermieter mit bis zu 3 weiteren Freelancern. Die Agentur zog gerade von der Karlsruher Oststadt ins Gründerzentrum Durlach und das Büro und die Leute gefielen mir und ich zog also am 01. März ein. Anfangs hatte ich ein großes Büro am Ende des Flurs für mich allein, da noch kein weiterer Freelancer gefunden war. Durch die Lage des Büros hatte ich die nötige Ruhe, die ich für meine Arbeit mit WordPress benötige. Gerade beim Entwickeln von Themes möchte ich keine Ablenkung und eine niedrige Geräuschkulisse. In den letzten Jahren hatte ich daher oft nachts gearbeitet (interessanter Artikel hierzu: Why Programmers Work At Night).
Meine Miete beinhaltete Telefon, Internet, Kaffee, Meetingraum und natürlich nette Kollegen. War also alles super. Ich hatte sogar eine eigene Terrasse!

Und dann kam leider alles anders. Anfang April musste die Bürobelegung geändert werden und ich musste mein großes, schönes Büro aufgeben. Man bot mir an, vorübergehend in einem Büro mit 3 Agenturmitarbeitern zu arbeiten, bis ein noch anderweitig belegter Raum im Gebäude als weiteres Büro zur Verfügung stünde. Ich nahm das Angebot zähneknirschend an in der Hoffnung, dass es schon OK sein würde, mitten in der Agentur mit 3 anderen, teilweise häufig telefonierenden Leuten in einem kleineren Büro mit obendrein kleinerem Schreibtisch nahe der Tür zu sitzen. Vorübergehend könnte das klappen.

Es klappte nicht. Gestern habe ich das Agenturbüro verlassen und bin wieder komplett ins Home Office gezogen. Ich hatte in den letzten Tagen bereits mehrfach zum Vergleich wieder zu Hause gearbeitet und festgestellt, dass ich im Home Office derzeit mehr Ruhe und auch mehr Platz habe. Schade, denn mein neues soziales Umfeld in der Agentur gefiel mir wirklich gut. Aber letztendlich ist wichtiger, wo ich produktiver arbeiten kann und zum Glück bin ich derzeit in der Situation, mir aussuchen zu können, wann und wo ich arbeite. Sobald in ein paar Monaten das zusätzliche Büro in der Agentur zur Verfügung steht, werde ich einen neuen Versuch starten. Bis dahin muss ich halt mit Frau & Tochter zu Mittag essen. Ist ja auch nicht zu verachten. 😉

In diesem Sinne: Rinjehaun und #TGIF!

3 Kommentare

  1. ich will auch wieder so einen alten apfelbecher.
    und tochter ist aus schnulleralter raus, kommt auch um fünf mit dem Kommentar:
    Habe ausgeschafen, bin gut gelaunt und mein Wortsäckchen ist gefüllt (gefühlte 5.000 Wörter)

    Gruß
    Michael

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